Brieftauben
  Bericht Rauschende Schwingen
 
In diesem Jahr eine Riesensaison

Mathias Körber– RV Hannover- West

 

Der Begriff Shooting Star findet in der Schlagberichterstattung häufig Verwendung auch in Fällen, wo er eigentlich gar nicht zutreffend ist. Züchter, die jahrelang an der Spitze zu finden sind, fallen sicherlich nicht darunter. Betrachtet man die Entwicklung des Sportfreundes Mathias Körber, erkennt man eine kontinuierliche Entwicklungslinie nach oben, die allerdings im Jahre 2005 steiler als vorher anstieg. So gesehen schoss er in diesem Jahr, obwohl er bereits auf hohem Niveau spielte, richtig nach oben. Es war ein Reisejahr wie aus dem Bilderbuch. Der sechste Platz national bei der regionalen und nationalen Allroundmeisterschaft stellt sicherlich den bisherigen glanzvollen Höhepunkt seine Züchterkarriere dar. Und den 24. Ass-Vogel auf Bundesebene stellt man auch nicht jeden Tag.

Mit seinen 42 Jahren gehört der Diplomverwaltungswirt der jüngeren Garde unserer Sportfreunde an. Er wurde bereits im Elternhaus seit frühester Jugend mit unserem Sport konfrontiert, denn sein Vater, sein Onkel, ein ehemals stark spielender Züchter und seine Cousins sind bzw. waren Anhänger unseres Hobbys. So verwundert es nicht, wenn Mathias nicht sagen kann, wann er erstmals eine Taube in der Hand gehabt hat. 1975 wurde er dann Vereinsmitglied und Dank der Unterstützung mit guten Tieren durch seinen Onkel wurde er ein Jahr später bereits Vereins-Jährigenmeister. Richtig nach vorne kam er jedoch erst, nachdem er sich eine Voliere gebaut hatte und somit auch eine planbare Zucht durchführen konnte. Und auch die nächste Generation der Körbers steht bereits in den Startlöchern, denn mit Mathias Tochter, der 11-jährigen Katharina, gehört ein weiterer Vertreter namens Körber seit einem Jahr dem Verein an. Übrigens: Ihrer angeborenen Hartnäckigkeit ist der sechste Platz in der Verbandsmeisterschaft zu verdanken, denn in der „Programmierphase vor dem ersten Preisflug überredete sie ihren Vater, den „215“ zu benennen. Das brachte in der Endabrechnung das Team Körber zwei Plätze nach vorne.


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Auch wenn in der Preisliste nur der Name Mathias Körber zu finden ist, so hat sein Vater Siegfried einen erheblichen Anteil an den Erfolgen, denn als Ruheständler verfügt er über ausreichende Zeit, den kompletten Reisebestand zu versorgen und für die Wettflüge fitt zu machen. Die Reisemannschaft aber auch der Nachwuchs ist nämlich auf den Dachbodenschlägen seines Hauses in Osterwald, einem Ortsteil von Garbsen untergebracht. Dieser Ort hat in Züchterkreisen einen guten Klang, hat hier doch der langjährige Spitzenspieler H. G. Rathe sein Domizil. Und genau dieser wurde in den beiden letzten Jahren in mancher Meisterschaft durch die Körbers auf die Plätze verwiesen.

Die Zuchtschläge sind auf dem Grundstück von Mathias in Hemmingen untergebracht. Das bedeutet eine ca. 25-minütige Fahrzeit, die während der Reisesaison manchmal mehrfach am Tag von ihm absolviert wird. Da sein Arbeitgeber die Gleitzeitregelung eingeführt hat, ist es ihm möglich, bereits um 15.15 Uhr das Reiseteam aufzusuchen. Gegen 18.00 Uhr fährt er dann nach Hause, um sich um die Zuchttauben zu kümmern. Und schließlich soll die Familie auch nicht zu kurz kommen.

So gesehen handelt es sich hier eigentlich um eine Schlaggemeinschaft, bei der die Kompetenzen klar geregelt sind. Auf den Punkt gebracht: Mathias hat den Schwerpunkt auf die Zucht gelegt, sein Vater ist der Trainer des Reiseteams und wir wissen, auch die besten Tauben verlangen einen guten Trainer.

Übrigens- das Vorbenennen wird von Mathias übernommen. Diese Abgrenzung der Zuständigkeiten ist auch notwendig, denn beide Sportfreunde sind vom Wesen her völlig unterschiedlich. Während der Senior ein überschäumendes Temperament besitzt und bisweilen schon mal einen flotten oder scherzhaften Spruch vom Stapel lässt, ist Mathias der ruhende Pol, bedächtig und abwägend. Beide sind 365 Tage im Jahr mental bei den Tauben, machen sich aber nicht zu deren Sklaven und sind auch keine Fanatiker. So fuhr Siegfried während der Saison 2004 in Urlaub und Mathias musste die Reisemannschaft betreuen. Auf die Erfolge hatte dieses keinen Einfluss.

 

 

Eine Vielzahl von Leistungstieren

 

Was sind das für Tauben, die zu solchen überdurchschnittlichen Leistungen fähig sind? Alle Leistungstauben unserer Sportfreunde aufzuführen, würde diesen Bericht um Längen sprengen. Deshalb legen wir unser Augenmerk auf fünf wesentliche Fahnenträger. Da ist zunächst der 2019-02-217 zu nennen. Dieser Supervogel erzielte im Jahre 2004 nicht weniger als 12 Preise mit 4512 Preiskilometern und 1049,04 Ass-Punkten. Drei erste Konkurse, davon einen im RegV gegen 11.913 Mitkonkurrenten von Chojnow (436 km) machten ihn zum zweitbesten Ass-Vogel der Kategorie Allround im RegV 252. Auf diesem Flug holte der „341“, den wir später näher vorstellen werden, übrigens den „Zweiten“ in der Regionalliste. Natürlich wurde der „217“ mit diesem grandiosen Ergebnis auch erster Ass-Vogel der RV. Kaum weniger erfolgreich war er 2005. Diesmal konnte er 13 Preise für sich verbuchen. 4772 Preiskilometer und 1059 Ass-Punkte brachte ihm das ein. Damit wurde er bester Vogel in der RV und in der FG und dritter Ass-Vogel der RV. Der Vater des „217“, der 1277-94-612 ist ein Halbbruder zum Nationalsieger Bern bei W. Vogel, seine Mutter, die „84“ ist eine Schwester zum „71“, den wir als nächsten vorstellen. Gut an gut bringt wieder Gutes- so einfach ist hier der Zuchtweg. Nur leider, und das wissen wir ja, funktioniert er nicht immer.

            Zweiter in der Fünferbande ist der 2019-01-71. Dieser Schimmelvogel brachte es in seiner Laufbahn auf 40 Preise. Darunter waren die 13 Preise des letzten Jahres der Höhepunkt. Damit wurde er sechstbester Vogel der RV. Nachdem er 2005 auf den ersten drei Touren wiederum erfolgreich war, blieb er vom vierten Preisflug aus, lief in Westfalen bei einem ehrlichen Sportfreund ein, wurde gemeldet und natürlich abgeholt. Das war zugleich das Ende seiner Reisekarriere, denn Mathias nahm ihn sofort aus dem Team und setze ihn in seinen Zuchtschlag. Sein Vater, der „502“, ebenfalls ein Schimmel-Vogel, stammt aus einer Kreuzung Janssen x Vos-Jennes „Meeuwke-Linie“. Mutter des „71“ ist die 4436-94-1528, ein Kreuzungsprodukt Müller/ Bischoff x ein Rathe-Weibchen aus dessen damaliger Erfolgslinie „391“.

            Der 2019-02-341 flog im letzten Jahr 12 Preise, wobei ihm der ganz große Triumph versagt blieb, denn darunter befanden sich „nur“ zwei zweite Konkurse von Chojnow jeweils in der Regional-Konkurrenz. 2005 brachte er es auf stattliche 12 Preise. In der Ass-Vogelwertung der RV belegte er damit den 12. Platz. Seine Mutter ist die „866“ von Müller-Bischoff, sein Vater der „97-612“, der seinerseits aus einem Smeulders-Vogel stammt und die bereits erwähnte „1528“ zur Mutter hat.

            Kaum weniger erfolgreich ist der 2019-02-215. Väterlicherseits entstammt er der Meuleman-Linie Sohn „Jonger Kadett“ x „Enkelin Kadett“. Seine Mutter ist die 2019-95-570, die aus einem Enkel des weltberühmten „019“ stammt, den Mathias von seinem Onkel bei dessen Tod geerbt hat. 2004 flog der „215“ stattliche 11 Preise und dabei einen ersten Konkurs gegen 5017 Mitstreiter. In diesem Jahr erreichte er ebenfalls 11 Preise, wobei er zweimal Schlagerster wurde.

            In diesem Jahr ging der Stern des 2019-03-610 auf. War er bereits als Jähriger bei 11 Einsätzen neun mal erfolgreich, so legte er in diesem Jahr noch kräftig zu. Mit gewaltigen 944,08 Ass-Punkten bei 10 gewerteten Konkursen katapultierte er sich sowohl in der RV als auch im RegV an die erste Stelle der Ass-Taubenwertung und belegt national den 24. Platz. Sein Vater ist der B-97 2078154 von Vos-Jennes, ein Vogel, der bereits weitere Spitzenvögel brachte, so den „1148“, der es in zwei Jahren auf 24 Konkurse brachte. Die Mutter des „610“ ist die „1087“ und stammt aus einer Janssenverpaarung. Ihre Halbbrüder sind erfolgreiche Reisetiere.

            Wie gesagt, hier wurden nur einige Tiere vorgestellt. Von ihren diesjährigen Leistungen hätten beispielsweise auch der „549“, der „37“, der „607“, der „209“, der „609“, der „116“ skizziert werden können, die es alle auf mindestens 820 Ass-Punkte brachten. Verdient hätten sie es zweifellos.

 

 

Ein systematischer Stammaufbau

 

Seit Mathias sich ernsthaft mit Tauben befasst, hatte er Tiere der Abstammung Janssen auf dem Balken. Die Basis bildeten neben Nachzucht der Abstammung „019“ hauptsächlich Smeulders-Tiere aus der Linie „Olympia 08“ und „Meulemänner“ der Linie „Kadett“. Im Verlauf der 90er Jahre wurde durch das Einbringen jeweils eines Tieres von Spitzenschlägen aus der Umgebung sukzessiv, langsam und mit Überlegung ein eigener Stamm geformt. Erwähnt werden müssen in diesem Zusammenhang H. G. Rathe, H. Jathe, E. Lichtenberg und W. Vogel. Hinzu kamen zwei Originale der Schlaggemeinschaft Müller/ Bischoff und drei Tiere vom Brabanter Spitzenschlag Vos-Jennens. Letztere erwiesen sich als Top-Vererber. Letzte Neuerwerbungen waren jeweils zwei aus Spitzenreisetieren stammende Taube von Dr. Wöbse und von der Schlaggemeinschaft H. u. F. Sander. Bei letzterer holte man im Herbst dieses Jahres auch die Nachzucht einiger Ass-Tauben. Das Prinzip wird deutlich: keine Masse zuholen, sonder ganz wenige Ausgesuchte in den Stamm integrieren.

            Gezüchtet wird aus allen Zuchttieren und einigen Witwern, wobei deren Eier unter Ammenpaare gelegt werden, die in den Zuchtabteilen weilen. Sportfreund Körber betreibt keine bewusste Familienzucht, weist aber darauf hin, dass seine Leistungstiere eigentlich weitläufig miteinander verwandt sind, da durch strenge Selektion über den Reisekorb im Laufe der Jahre sich einige Linien herausgeschält haben, die dann miteinander verschmolzen wurden. Die Verpaarung der Zuchttiere erfolgt seit 1999 in der letzten Januarwoche. Zwei Runden werden für den Eigenbedarf gehalten, die nächsten Zuchten finden regelmäßig Abnehmer. In jedem Jahr setzt Mathias seine Zuchtpaare neu zusammen, nach einem Jahr Pause wird ggf. auf die alte Kombination zurück gegriffen. Er paart seine Tiere im Verlauf eines Jahres auch um, um Neues zu probieren. Hat er z.b. von einem 91er Vogel mit einer 02er Taube bereits gute Nachzucht erhalten, so setzt er sie schon mal an einen Sohn dieses Vogels. Da er ausreichend Platz in den drei Abteilen seiner Zuchtschläge hat, leistet er sich den Luxus, dort 35 Paare zu halten, die sich jedoch nicht alle bereits nachweislich als Top-Vereber erwiesen haben. Sein Zuchtbestand regeneriert sich zum einen aus Reisetieren, von denen er durchaus schon nach drei Jahren einige aus der Mannschaft nimmt. Aber auch das Hereinbringen von Spätjungen, sowohl aus Reise- wie auch aus Zuchttieren spielt eine Rolle, wobei er darauf hinweist, dass sich nicht jeder hochgehandelte Sommer- oder Spätjunger später als Zuchtass entpuppt. Andererseits ist schon manchem Sportfreund mit einem abgegebenen Tier, für das man keinen Platz hatte, ein echter Glücksgriff gelungen. Bei der Auswahl, und das trifft auch auf Neuanschaffungen zu, wird großen Wert auf Charakter, Körpereigenschaften und Gesamteindruck gelegt. Allerdings wird eingeräumt, dass hinsichtlich dieser Kriterien mitunter mehr als ein Jahr ins Land gehen muss, um ein abschließendes Urteil zu fällen. Letztlich entscheidet jedoch das Ergebnis, sprich die Nachzucht über den Verbleib. „Die gute Zuchttaube ist eben die, welche wieder gute Nachzucht bringt“ resümiert Mathias. Die vielen Spitzenflieger, die die Körbers jedes Jahr hervorbringen, sind Beleg für die Richtigkeit dieser Zuchtstrategie.


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Der Schwerpunkt der Reise liegt bei den Vögeln

 

Die Reisemannschaft ist in drei Abteilen auf dem Dachboden untergebracht. Das vierte Abteil nutzen die Jungtiere, allerdings sind in deren Behausung auch noch einige verdiente Alttiere untergebracht. Trotz großer Ausflüge wird über Ventilatoren eine Zwangsentlüftung betrieben, was für ausgezeichnete Luftverhältnisse sorgt. Die Saison wurde in diesem Jahr mit 56 Vögeln und 14 Weibchen begonnen, wobei im Verlauf der Saison die Weibchen größtenteils aus dem Rennen genommen wurden, um die Spitzenergebnisse der Witwer nicht zu gefährden. Eine offensichtlich richtige Entscheidung, wie ein Blick in die Preisliste belegt. Bisher wurde vor der Reise keine Zucht durchgeführt. In diesem Jahr ist man von dieser Praxis in dem Schlag, in dem man nach der „Totalen“ reiste abgekommen, wobei sich dieses nicht negativ bemerkbar machte. „Aufzucht oder trocken, für die Reiseleistung hat das keine Bedeutung“ meinen unsere beiden Sportfreund übereinstimmend. Morgens und abends erhalten die Witwer eine Stunde Freiflug bei geöffneten Ausflügen, von dem die Truppe ausgiebig Gebrauch macht. Bei meinem Besuch machte ich die überraschende Feststellung, dass Vater Siegfried bereits zwei Tage nach einem Preisflug sein Team schon wieder derart in Form gebracht hatte, das die Truppe sofort nach dem Rauslassen am Horizont verschwand und erst nach ca. 30 Minuten wieder auftauchte. Sportfreund Körber bemerkt dazu, dass die Flugdauer der Vögeln durchaus unterschiedlich ist, denn der Eine ist eine Stunde weg, sein Bruder fliegt nur 10 Minuten. Dennoch ist kein Unterschied in der Reiseleistung festzustellen. Eine Erklärung dafür hat er nicht. Daher wird ein Zwangstraining mit der Fahne strikt abgelehnt.

Die Reise mit Weibchen wird von Mathias wegen des erhöhten Arbeitsaufwandes nicht so gerne gesehen. Sie wurden in diesem Jahr auch etwas stiefmütterlich behandelt. So erhielten sie z.b. nur zusammen mit den Jungtieren ihren Freiflug. Auf Wunsch seines Vaters soll das Weibchenspiel 2006 jedoch intensiviert werden, um in der internen RV-Meisterschaft wie 2004 ganz nach vorne zu gelangen, denn hier muss unter den fünf in die Wertung kommenden Tiere mindestens eines ein anderes Geschlecht haben. Die Herbstzucht stellt die Ausnahme dar, denn häufig lässt man die Weibchen zweimal legen und räumt dann jedes Mal ab. „Die Saison ist auch für uns Züchter anstrengend und fordert unsere ganze Aufmerksamkeit und vollen Arbeitseinsatz. Darum wollen wir eigentlich am Ende den Aufwand reduzieren.

Die Jungtierreise wird nur als Anlernphase betrachtet. Daher sind die Erfolge auch nicht nennenswert. Ein Grund liegt sicherlich darin, dass Vater Siegfried die Truppe großzügig mit Futter verwöhnt. „Das sind Heranwachsende und die müssen alles zum Aufbau erhalten. Mit Hilfe einer knappen Fütterung die Jungen auf Zug zu halten gibt es bei mir nicht“, so sein Standpunkt. Und er liegt sicherlich nicht falsch, denn bereits im Jährigenalter zeigen die Tiere, was in ihnen steckt. Hier fliegen sie regelmäßig um Meisterschaften mit Erfolg mit. Der Nachwuchs erhält keine Medikamente, wird nicht verdunkelt und reist ausschließlich vom Sitzplatz aus. Nach der Reise erfolgt die Selektion per Hand.

 

 

Keine Geheimmittel

 

Wer glaubt, die Erfolge werden mit Geheimmitteln errungen den muss ich enttäuschen. Die tierärztliche Versorgung beschränkte sich 2005 auf zwei ohne Befund durchgeführte Kotuntersuchungen und eine dreitägige Gabe eines Trichomonadenmittels im April. Der Zuchtbestand erhält seit 2000 keinerlei Medikamente, sporadisch gibt es Apfelessig und C-Phos in das Trinkwasser. Allerdings wird der Bestand das ganze Jahr über mit bestmöglichem Futter, frischem Wasser und Grit versorgt. Die Schläge werden täglich mit dem Staubsauger gereinigt, eine Desinfektion erfolgt aber nicht. Das Trinkwasser für die Reisemannschaft enthält seit zwei Jahren keine Zusätze mehr.

Auch wenn man von der vor Jahren praktizierten Dreiphasenfütterung abgekommen ist, kommen durchaus unterschiedliche Mischungen zur Anwendung. Eine „dünnere“ Mischung bestehend aus Beyers Super Diät und Beyers Sontjes gelb, eine Witwermischung (Triathlon von Betz, Drapa WM) und für den Einsatztag Hirn 3. Zusätzlich wird bedarfsgerecht Mais gegeben. Am Ankunftstag werden die drei Mischungen im gleichen Verhältnis gereicht, danach die „dünnere“ Mischung und dann erfolgt bis zum Einsatztag der Aufbau. An Zusatzstoffen gibt es Comed-Produkte (Öl, Tempo 60 und Cometose). Ab und an wird K + K- Eiweiß oder Eipulver von Beyers dem Futter zugesetzt. „Wir haben im Verlauf unserer Laufbahn schon alles ausprobiert, auch Mittel zur Stabilisierung der Luftwege, Mittel für den Darm usw. Seit Jahren haben wir keine gesundheitlichen Probleme, also setzen wir außer dem Genannten nichts mehr ein. Das geht natürlich nur so lange, wie die Tauben gesund sind. Wenn sie was haben, muss sofort nach Maßgabe des Tierarztes gehandelt werden. Tiere, die während der Reisezeit richtig in Form sind und eine gute Kondition haben, werden nicht krank“ führt Mathias erklärend aus. Wieder einmal zeigt sich, dass nicht die Mittel in der Tränke entscheidend sind, sondern ganz allein das, was die Taube im Kopf hat. Wer ständig auf der Suche nach der Wunderpille oder- droge ist, wird es im Taubensport nie zu etwas bringen. So ist es nicht verwunderlich, dass eine 2004 bei den Körbers durchgeführte offizielle Dopingkontrolle des Verbandes negativ ausfiel

 

 

Fazit

 

Mit Siegfried und Mathias Körber haben wir einen der Spitzenschläge im RegV 252 Hannover-Hildesheim vorgestellt, der 2005 auch überregional für Furore sorgte. Wer die Entwicklung des Schlages über die Zeitschiene verfolgt hat, wird von den Resultaten nicht überrascht sein. Ohnehin schien es nur eine Frage der Zeit zu sein, wann ihnen der große Wurf gelingen würde, denn bereits die vergangenen Jahre waren von zahlreichen Top-Resultaten geprägt. Prozentual hohe Ergebnisse, erste Konkurse und daraus resultierend vordere Platzierungen dokumentierten nur allzu deutlich das besondere Leistungsvermögen der Körber-Tauben. Besonders in der Zucht zeigt Mathias, dass er das richtige Händchen für die Verpaarung von Tauben hat, andererseits aber auch weiß, sich die richtigen Verstärkungen für eine erfolgreiche Sportausübung an Land zu ziehen. Siegfried, der alte Fuchs, hat das „Feeling“, das Reiseteam zeitgerecht in Form zu bringen und auch dessen Reserven herauszukitzeln. Angesichts der Leistungsdichte werden die Körbers sicherlich im nächsten Jahr ein weiteres Kapitel im Buch der Erfolge schreiben.

 

 

Klaus Matschinski

 

  

Erfolge 2004 (Auszug)

  • 3. Platz Brieftaubenchampionat auf Bundesebene
  • 2. Platz Klinik- Cup Bundesebene
  • 15. Ass-Vogel (Allround) Bundesebene
  • 1. RegV- Meister Jährige
  • 2. RegV-Meister Mittelstrecke
  • 4. RegV- Meister
  • 6. RegV-Meister Weitstrecke
  • 1., 7., 10. Ass-Vogel RegV
  • 1. RV-Verbandsmeister
  • 1. RV-Meister
  • 1.RV Jährigen-Meister
  • 1. Meister Zeitschrift Brieftaube
  • Bester Jähriger der RV
  • 1. Ass-Vogel der RV (Mittestrecke, Weitstrecke, Allround)
  • 5 x 1. Konkurs (Alttierreise)
  • Gewinn Bronze- u. Silbermedaille
  • 661 gesetzt- 418 Preise= 63,24 %

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Erfolge 2005 (Auszug)

  • 6. nationaler Allroundmeister
  • 24. Ass-Vogel auf Bundesebene
  • 6. Platz Brieftaubenchampionat national Juli
  • 11. RV-Verbands-Meister-national
  • 1. RegV-Meister
  • 3. Platz Brieftaubenchampionat RegV
  • 1. Platz Brieftaubenchampionat RegV- Juni
  • 1. Platz Brieftaubenchampionat RegV- Juli
  • 1. Platz Klinik- Cup RegV
  • 3. Meister Zeitschrift Brieftaube RegV
  • 1., 8., 9. Ass-Vogel RegV
  • 2. Jährigen-Meister RegV der RV
  • 1.,3.,4.,6., 8. 9. 10. Ass-Vogel RV
  • 1. RV-Verbands-Meister
  • Gewinn Bronze,- Silber- und Goldmedaille
  • 3 x 1. Konkurs
 
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